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Kei's
Seele wohnte in einem Schneckenhaus.Sie lebte in ihrer eigenen Welt, sie
war geprägt einen außergewöhnlichen Sinn für das
Schöne und Feine.
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Sie war kein Kämpfer so wie Yuri, ihr
Kampf fand auf einer anderen Ebene statt, ihre Waffen waren Blumen, Schmetterlinge
und der Glanz des Wassers... In letzter Zeit hatte Kei viel über
das Leben nachgegrübelt. Warum alles so war, wie es war. Wohin ihr
Weg gehen würde. Und ob es die Erfüllung war. Manchmal wünschte
Kei sich, dass ihr Leben mehr war, als nur Lehrerin sein und einen Freund
haben. Sie war von Kind auf darauf gedrillt, dass ihr Leben etwas Besonderes
sein sollte. Dieses besondere Etwas schien ihr jetzt wieder Erwarten zu
fehlen. Kei hatte sich immer über diese Gedanken und Gefühle
geärgert. Weil sie ihren Kampf ums Glücklichsein -scheinbar-
unnötig erschwerten. Doch irgendetwas würde passieren... |
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Anathol betrachtete
seine Leute. Er hatte seine Kapuze tief ins Gesicht gezogen, konnte nur
durch einen schmalen Spalt vor sich sehen. |
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Bewegung seines Kopfes tat weh. Er rieb die Finger der linken Hand aneinander,
damit sie nicht am Lauf seiner Waffe anfroren. Sein Gesicht war durchgraben
von den vergangenen Jahren, sein Körper war kräftig aber durch
das Leben auf der Flucht angeschlagen. Er hatte die treuen Augen eines
Hundes, seine Mundwinkel hatten schon lange kein richtiges Lachen mehr
erlebt. |
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Erst jetzt konnte Yuri
den Mann besser erkennen. Sein Auftritt war trotz der ungewöhnlichen
Situation eindrucksvoll. Nok war groß,
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30, sein Blick war hart, sein Gesicht aber trug sympathische Züge,
er hatte etwas von einem Hahn. Nok wurde am 17. Dezember 2041 in den Trümmern
der Eisstadt Nhig II nördlich der Eiswüsten von Yo geboren.
Er wirkte intelligent und strahlte Überlegenheit aus. Dennoch erschien
die Entschlossenheit seiner Körperhaltung eher hilflos. „Du
bist Yuri. Du suchst Nok.“ sagte Nok ruhig. Er war offensichtlich
verstört, entsprechend seltsam und vermittelte eine unangenehme Unberechenbarkeit.
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Illushin war der
oberste Befehlshaber der Streitkräfte. Er war jung, willensstark, er
hatte stahlblaue Augen, die unendlich tief schienen, |
wenn
er den Raum betrat, dann umgab ihn eine kalte, undurchdringbare Aura,
die jedem Untergebenen einen Adrenalinstoß versetzte. Er war athletisch,
stark, er wirkte wie ein Zuchtpferd. Der Krieg hatte alle alten Kriegsherren
weggerafft, Illushin war in den Trümmern aufgewachsen und hatte das
Kriegshandwerk von Kind auf gelernt. Doch Illushin zweifelte. Er hatte
die negativen, katastrophalen Seiten des Systems erkannt. Seine hohe Intelligenz
zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass er den Schritt zurück
machen konnte, der Schritt, der ihm ermöglichte, seine Taten und
sein Umfeld aus objektiver Distanz zu betrachten. Dieser Blick verwirrte
ihn. Er glaubte, das Wesen des Schicksals erkannt zu haben und hatte manchmal
das Gefühl, dass es gegen ihn gerichtet sei. Er wurde zum Grübler,
zog sich oft tagelang zurück. Das war Illushin. Er lebte allein.
Ein komplizierter Mann. |
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Dr. Vasili Kerenskys
Augen waren wach und tief. Sein Blick wirkte forschend und stets im selben
Maß nach innen wie nach außen |
gerichtet. Die Augen des jungen Genies waren ein offenes Portal in einen
Abgrund, anziehend und warnend zugleich. Er selbst war besessen. Sein
Herz war erfüllt von dem Gedanken, ein Gott zu sein. Er merkte nicht,
wie die Jahre verstrichen. Er merkte auch nicht, dass er die Welt da draußen
vergaß. Er verbrachte jeden Morgen im Sonnenaufgang und erlebte
den Untergang am Abend. Doch seine Sehnsucht war nicht zum Horizont hin
gerichtet, sondern viel, viel weiter.
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Die fremde, schlanke
Frau glich einer Raubkatze. Sie hatte dunkle, lange Haare, spitze Fingernägel,
einen langen Hals und eine enorm |
willensstarke Ausstrahlung. Ihr androgyner Körper floss in einen
hautengen schwarzen Lederoverall, der wie für sie gegossen schien.
Ihr Gesicht ähnelte dem von Ainoa. Dieselben Augen, dieselbe Stupsnase,
dasselbe unauswechselbare, koboldhafte „Etwas“. Ihr Blick
wirkte maschineller als der von Ainoa, weniger herzlich, und noch weniger
menschlich. |
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Sein ganzes Leben
lang war Pavel Yuri gefolgt. Ohne ein Bedauern darüber, aus völliger
Selbstverständlichkeit. Yuri überlegte, ob sein |
Freund jemals das Gefühl gehabt hatte, ihm gleichwertig zu sein.
Er fühlte sich schlecht bei dem Gedanken. Die Blicke der beiden Freunde
blieben noch einen Moment lang aneinander haften. Und beide Blicke sagten:
„Ich habe Angst.“ So wie damals, als sie im Bunker in das
Vorratslager eingebrochen waren. Dieselben kleinen Jungen, die das große
Wagnis eingingen. Yuri dachte, er würde jetzt so gerne seine Gedanken
mit seinem Freund teilen. Es wäre aber wohl der schlechteste Moment
in einem ganzen Leben. |
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Boris war Vasilis
älterer Bruder. Er war ein hochdekorierter Kriegsherr, ein intelligenter,
bedachter Zögerer und wortkarger |
Zweifler, der in einer grundsätzlichen, stillen Opposition zum Glück
im Leben stand. Boris litt innerlich an der Dummheit der Menschen. Er
hatte das System durchschaut und wusste aber, dass er nichts dagegen tun
konnte. Er war ein zurückhaltender, trauriger Mensch, der seine Kraft
aus der Melancholie bezog. Aber Boris war nicht schwach, seine Stärke
war tief in ihm verborgen und lauerte. Er entsprach keinem Schema. Boris
hatte einen starken Willen, man konnte jedoch kaum in ihn hineinsehen,
seine Entscheidungen waren niemals offen und immer überraschend.
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Karlenkow war Illushins
Adjutant. Ein treuer Gefolgsmann, der als einziger das wahre Gesicht des
Generals kannte. Er konnte an jeder |
Kleinigkeit
des Äußeren seines Herren erkennen, was in ihm vorging. Karlenkow
hatte keine Meinung. Er war ein Diener, als solcher geboren und erzogen.
Er lebte für seinen Herren und würde ohne zu zögern sein
eigenes Leben für ihn opfern. Tief in seinem Inneren waren Träume
verborgen. Sie hatten jedoch noch nie das Tageslicht gesehen. Und bis
zu Karlenkows Tod würde das vermutlich auch so bleiben. |
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Illushin sah vorne
im Sarkophag den Sonnenvater. Ein teilweise verwest erscheinender Körper,
von dem nur die Fingerspitzen und ein |
Teil
des Halses zu sehen waren. Das Gesicht verschwand zusammen mit den Kabeln
und Schläuchen unter der tief über den Kopf gezogenen Kapuze
des weiten Umhangs. Der Sonnenvater war halb tot. Er wurde mit allen verfügbaren
Techniken am Leben erhalten, und vegetierte in seinem goldenen Käfig
vor sich hin. Doch er war immer noch unumschränkter Herrscher des
Landes, halb Gott, halb Vaterfigur, seine Macht beruhte auf Terror und
Religion. Man sagte ihm spirituelle Kräfte nach. Für Illushin
war es zumindest offensichtlich, dass er über starke psychologische
Kräfte verfügte. Viele Menschen glaubten wirklich an diesen
Gott. Der Einfluss, den der Sonnenvater auf die Bewohner des Landes hatte,
war enorm. |
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Edota war ein Schädling,
ein Virus, der das Hirn des Herrschers eingefressen und es durchsetzt hatte.
Er war mächtiger als Illushin, |
vielleicht
sogar mächtiger als der Sonnenvater selbst. Edota war alt, seine
Haut war durch viele Versuche der Verjüngung zerstört und hing
in Fetzen herunter. Edota war opulent gekleidet und offensichtlich sehr
eitel. Illushin wusste, das das Edotas Schwäche war, und er suchte
schon seit langem einen Weg, um seinen Opponenten an dieser wunden Stelle
zu verletzen. Nur so zum Spaß. |
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Pjotr
war ein kräftiger, merkwürdiger Mann mit einem breiten, faltigen
Gesicht und sehr großen, eigentlich sympathischen Augen. Er hatte
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etwas von einem Gnom und etwas von einem Krieger. Er trug eine schwere
graue Strahlenschutzjacke, hohe Stiefel und einen Rucksack. Sein Gewand
war mit Staub bedeckt, er hatte offensichtlich einen langen Fußmarsch
hinter sich. Pjotr war stumm. Er verständigte sich mit Kei in der
Gebärdensprache. |
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Die Frau war bildhübsch.
Maja war brünett, groß und jung, sie hatte ein sehr markantes
Gesicht, das sich in einer Mischung aus Elfin und |
Amazone
traf. Kerensky begehrte diese Frau. Er mochte ihren Körper, aber
er konnte mit ihrem Geist nichts anfangen. Nicht das Maja dumm war, sie
war Musterabsolventin der technischen Universität in Lhiam und eine
äußerst begabte Ingenieurin. Dennoch war ihr Status im direkten
Vergleich mit ihm nicht mehr als der einer Schreibkraft. Maja hatte sich
diesem Umstand immer demütig gebeugt. Sie liebte diesen Mann, sie
verstand seine Verantwortung und sie wollte nicht einsehen, warum ihre
Liebe an dieser absurden Unterschiedlichkeit scheitern sollte. Das war
ihre Größe. Und Kerenskys großer Fehler war es, dass
er diese wunderbare Begabung der Frau an seiner Seite weder erkannte noch
respektierte. |
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Yuri war das siebente
der fünfzehn Kinder der dritten Missionsgeneration. Er wurde am 20.
Jänner 2049 in dem Bunker 200 |
Meter unter der Erdoberfläche geboren. Seine Kindheit passierte in
beinaher Dunkelheit. Sein Vater und seine Mutter hatten nie das Tageslicht
gesehen. Das Leben im Bunker glich dem Dasein in einem kleinen Wunderland.
Es war Yuris Zuhause. Als Kind im Alter von fünf Jahren fühlte
sich hier wohl. Er kannte jeden Winkel, jede Ecke, jede Struktur. Alles
war sehr geräumig. Zumindest hatte Yuri den Bunker später so
in Erinnerung. Als Kind kannte er nichts anderes. Yuri wusste, dass er
das Licht der Sonne erblicken würde. Alle beneideten ihn und seine
Generation. Die Sonne war ein unwirkliches, helles, überwältigendes
Ziel in seinem Leben. |
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Yuri liebte seine
Mutter. Er mochte ihr langes, helles Haar und ihre schönen Hände.
Anna war eine liebende, zärtliche, tapfere und |
zugleich schüchterne Frau. Manchmal beobachtete Yuri sie, wie sie
auf ihrem Bett saß und ein Photo anstarrte, auf dem die Sonne zu
sehen war. Dann weinte sie heimlich. Yuri wusste, dass er das Licht im
Leben seiner Mutter war. Sie hatte nie irgendeine Form der Zuneigung oder
Nähe von ihm gefordert. Alles, was er über Menschlichkeit, Richtigkeit
und Zärtlichkeit wusste, hatte er von ihr gelernt. |
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Jewgenji war ein
großer, schlanker Mann. Er hatte einen wilden, grauen Schnurbart und
eine Glatze, trug einen Umhang und schwere, |
staubige Stiefel. Ein Kerl, dessen Erscheinung trotz seines Alters immer
noch kräftig und gefährlich wirkte. Seine Augen waren tief und
weich, in ihnen tobte ein Zweikampf von Vertrautheit und Strenge. Jewgenji
war der letzte Weise der alten Missionsgeneration. Das bedeutete dass
er Kerensky noch persönlich gekannt hatte. Jewgenji galt als introvertiert
und hart. Doch Yuri kannte ihn besser. Er hatte ein spezielles Naheverhältnis
zu dem alten Mann, der für ihn die Rolle eines Vaters übernommen
hatte. |
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Das Gesicht des
Gefängniskommandanten war breit und von seinem maßlosen Leben
aufgeschwemmt. Er hatte kleine Augen, dicke Lippen, |
war
nicht sehr groß und sah in seiner Offiziersuniform nicht sonderlich
gut aus. Sein dicker Bauch war ihm peinlich, deshalb trug er seinen Mantel
immer über die Schultern hängend, um seine Statur vorteilhafter
vorzuführen. Er legte großen Wert auf die Reinlichkeit seines
Körpers, hatte aber ein ständiges Problem, weil seine Zähne
an der überdurchschnittlich strahlungsverseuchten Luft immer wieder
zu faulen begannen. Deshalb hielt er seinen Mund gerne geschlossen oder
wandte sich beim Sprechen ab. Er war krank und in seinem Inneren bösartig.
Seine Sinne waren taub, er war der König in einem kleinen Königreich,
in dieser völlig uneingeschränkten und unkontrollierten Macht
war ihm der Bezug zur Realität gänzlich verloren gegangen. Er
regierte den furchtbarsten Ort des Landes wie ein Kinderspielzimmer. |
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Die kleine Kei war
Yuris Stern. Seine geliebte Schwester war ein Jahr älter als er. Sie
war sein bester Freund, ein liebevolles, treues und |
vertrauensvolles Wesen. Sie hatte es zu ihrem Ziel gesetzt, Yuri zu verstehen.
Sie litt darunter, dass man ihr wenig Beachtung schenkte. In sie wurden
nie hohe Erwartungen gesetzt, obwohl sie dieselbe Ausbildung und Lehre
wie alle anderen Kinder über sich ergehen lassen musste. Die Erwachsenen
hielten Kei für einen unnahbaren, blockierten Einzelgänger und
erachteten sie als nicht wirklich geeignet für die Mission. Yuri
wusste immer, dass die Erwachsenen Kei verkannten. |
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Yuri schlenderte
durch die Reihen, nickte ein paar ausgewählten Personen freundlich
zu, bis er schließlich seinem Kollegen Gerard in |
die Arme lief. Gerard war gerade in eine engagierte Diskussion mit zwei
älteren Herren verwickelt. Er schien froh zu sein, dass Yuri ihn
erlöste. Die beiden älteren Wissenschaftler warfen sich einen
amüsierten Blick zu und erschraken ein wenig, als Gerard plötzlich
herumwirbelte, Yuri an seiner Uniformjacke schnappte und ihn mit sich
einige Schritte durch den Raum zerrte. „Oh, das ist der Minister.“
sagte Gerard, sein Jagdinstinkt schwappte über. Yuris Freund drängte
sich durch die Menge, bis er vor dem gewichtigen Politiker stand. |
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Illushin blickte
auf und sah seinen ersten Offizier Moob stramm neben dem Gitter stehen.
Moob biss die Zähne zusammen, was im |
gleißenden
Licht der Scanner aber nicht weiter auffiel. Er deutete Illushins dünnen
Blickkontakt als eine Aufforderung zu sprechen und hätte alles dafür
gegeben, ein eindeutigeres Zeichen zu bekommen. Moobs Leben war eine Folge
unausweichlicher Unzulänglichkeiten. Der heutige Tag sollte daran
wohl kaum etwas ändern. |
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Yuris Vater Janus
Kerensky war ein starker, eiserner Mann. Er war Lehrer, Vater und Vorgesetzter.
Er war unbarmherzig, wenn es |
darum
ging, eine Aufgabe zu erfüllen oder ein Maß zu erreichen. Aber
er bot sich auch von Zeit zu Zeit als Ansprechperson für Yuris Sorgen
und Ängste an. Nur kam das meist so unerwartet, dass der kleine Yuri
dann kaum ein Wort herausbrachte. Janus bemühte sich sehr darum,
seinen Sohn zum eigenständigen Denken zu erziehen. Er wusste, dass
das bedeutete, dass sich Yuri irgendwann gegen ihn stellen würde. |
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Der Minister, ein eleganter, älterer Mann mit dicken Brillengläsern,
drehte sich um und schien sich zur Verwunderung seiner Begleiter |
und Bewacher über Gerards Erscheinen zu freuen. Er blickte sofort
hinüber zu Yuri, und obwohl sich die beiden Männer noch nie
zuvor gesehen hatten, strahlte der Minister sofort die Aura eines Vaters
auf Yuri aus. |
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Mosai war der Anführer
der Bunkergemeinschaft. Er hatte etwas, das nicht von dieser Welt war. Jeder
Blick von Mosai schaute tief in die |
Seele
seines Gegenübers. Die Missionare fürchteten seine Aura und
begegneten ihm mit übertriebener Ehrfurcht. Wünsche waren Mosais
Schwäche. Er musste sie sein ganzes Leben lang unterdrücken.
Er wünschte sich, den Erfolg der Mission miterleben zu können,
er wünschte sich einmal die Sonne zu sehen, er wünschte sich,
mit seiner Frau eine Familie zu gründen und am Sonntag angeln zu
gehen. Keiner seiner Wünsche hatte jemals eine Chance in Erfüllung
zu gehen. Und Mosai wusste, dass es an der Zeit war, die Verantwortung
an die nächste Missions - Generation abzugeben. Er spürte, dass
sein Tod näher kam. Seine Hoffnung war, dass seine Gedanken einmal
in den Taten der kleinen Leute weiter getragen werden. |
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